ARTcycling Nachlese

Das Festival ARTcycling sollte zum Nach-, Neu- und Querdenken anregen. Wir freuen uns, dass sich so viele beteiligt haben. Publikumsfavoriten waren die Mitmach-Aktionen: das „Kaufhaus der Werte“ des Kunstdünger e.V. und die Papier-Installation „Unbezahlbar“ von Johannes Volkmann.

Kaufhaus der Werte

Kann man Glück kaufen und wenn ja, will ich es dann am Stück oder in Scheiben? Die drei Bildhauerinnen Simone Simon, Sibylle Kobus und Jasmin Jurkeit haben eine begehbare Skulptur geschaffen: Ihr „Kaufhaus der Werte“ stellt hinter der Fassade alltäglichster Handlungen unsere Werte zur Diskussion.

An allen drei Ausstellungstagen lud ihr Kaufhaus zum Einkauf der besonderen Art ein. Am Ausgang hieß es für die Teilnehmer: Nur drei der ausgewählten Werte dürfen mitgenommen werden. Für jeden der drei Werte gab es einen Punkt auf der „Werte-Tafel“.


Die zehn gefragtesten Werte:
1. Liebe, Glück (gleiche „Punktzahl“)
3. Gesundheit
4. Familie
5. Zufriedenheit
6. Lebensfreude, Achtsamkeit (gleiche „Punktzahl“)
8. Freiheit
9. Freundschaft
10. Zeit

Interessant war auch zu sehen, welche Werte den Besuchern im Kaufhaus-Angebot fehlten: Bodenständigkeit, Entschleunigung, Eigensinn, Guten Appetit, Pflichtbewußtsein, Unangepasstheit, Rebellion, Gier, Geiz, Neue Autorität, Lustigkeit, Tierliebe, Maßlosigkeit, Kunst, „Ich sage Nein“, Begeisterungsfähigkeit, Natur, „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, Kinderliebe, Unbequemlichkeit, Fantasie, Griabigkeit, Trauer, „kein Kaufzwang“.

Papier-Installation „Unbezahlbar“

Die gefeierte Papier-Installation von Johannes Volkmann (auf dem Foto mit Hut) machte nach Barcelona, Mumbai, Shenzhen oder etwa Bethlehem während des Festival-Samstags auf dem Vorplatz unseres Kulturhauses Station: Ein über 20 Meter langer Tisch mit Tellern und Besteck war in Papier verpackt. Als Symbol für Gemeinschaft suchte er das Gespräch über die Frage: Was ist unbezahlbar?

Die Festival-Besucher und Passanten waren eingeladen, ihre persönliche Antwort in die Teller zu schreiben. Diese Möglichkeit wurde so eifrig genutzt, dass am Abend nicht nur alle hundert Teller beschrieben waren, sondern auch auf dem „Tischtuch“ unbezahlbare Werte festgehalten wurden.


Hier eine kleine Auswahl der unbezahlbaren Werte: