Wir feiern unseren ersten runden Geburtstag. Begleitet wird das 10-jährige Jubiläum von einer Dauerausstellung: Zwölf heimische Künstler schenken uns großzügig ihr „Bild des Monats“. Die Jubiläums-Werke sind im Aufgang des Kulturhauses zu bewundern. Jeden Monat wird dabei das „Geburtstags-Bild“ eines Künstlers hinzukommen.

Jubiläumswerk Januar:
Horst Hermenau

Den Anfang macht der Holzkirchner Maler Horst Hermenau mit einem Werk aus seiner Serie „Mondfänger“.

Horst Hermenau, der an der Akademie der bildenden Künste in München studiert hat, ist seit über 50 Jahren bildnerisch tätig und in der Landkreis-Kunst eine tragende Säule. Sein Werk gliedert sich in verschiedene Werkgruppen. In vielen neueren Bildern verknüpft der überregional renommierte Künstler fotografische (digitale) mit malerischen (analogen) Elementen. Seit 1994 organisiert Horst Hermenau Ausstellungen, bisher waren es rund 80 mit zum Teil international bekannten Künstlern wie Heinz Butz, Rudi Tröger, Jan Voss und anderen.

Ingrid Huber, die Geschäftsführerin des KULTUR im Oberbräu, „freut sich sehr, dass wir zum Jubiläum so reich beschenkt werden.“ Dass mit Horst Hermenau ein „Holzkirchner Hochkaräter“ den Startpunkt setzt, ist für sie ein besonderer Glücksfall. „Ich schätze Horst als Mensch und Künstler sehr, kenne ihn seit unseren Jugendtagen und durfte schon seine allerersten jugendlichen Werke sehen.“

Auch für Host Hermenau hat das KULTUR im Oberbräu beziehungsweise das frühere Brauereigelände samt Oberbräusaal eine besondere Bedeutung, ist er doch in direkter Nachbarschaft aufgewachsen. „Ich habe mich als Jugendlicher öfter über die Küche des Oberbräu in den Saal geschlichen, um dort heimlich auf dem Klavier zu spielen. Glücklicherweise wurde ich dabei nie erwischt.“

www.horst-hermenau.de

Jubiläumswerk Februar:
Lizzie Hladik

Im Februar beschenkt uns die Holzkirchner Malerin Lizzie Hladik mit ihrem Werk „In den Himmel wachsen III“.

Ihre Bilder – vorwiegend in Acryl und Gouache gemalt – spiegeln die Prozesse der Natur aus besonderen Blickwinkeln wider. Lizzie Hladik: „Die Natur ist unvollkommen vollkommen.“

In ihrem Atelier in Holzkirchen bietet sie Malkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.

Unserem Haus ist sie eng verbunden und hat bereits in den Anfängen des Kulturhauses gestalterisch mitgewirkt, etwa bei den Türbemalungen im Foyer und der Wandgestaltung auf dem Vorplatz. Regelmäßig verschönert sie den Innen- und Außenbereich des Kulturhauses mit dekorativen Arrangements.

Lizzie Hladik ist auch bildhauerisch tätig. Zwei ihrer figürlichen Metallskulpturen sind auf dem Vorplatz des KULTUR im Oberbräu zu sehen.

www.lizzie-hladik.de

Jubiläumswerk März:
Helmut Drösler

Im März bedanken wir uns herzlich bei dem Otterfinger Fotografen Helmut Drösler für eine seiner experimentellen fotografischen Arbeiten.

Der studierte Textilingenieur beschäftigt sich seit rund 25 Jahren mit experimenteller Fotografie. In seiner Arbeitsweise kennt er keinen Stillstand, vielmehr versucht er immer wieder, neue Aspekte der Fotografie zu entdecken und umzusetzen und immer ist ihm der Entstehungsprozess wichtig. Seine experimentelle Fotografie beruht nach wie vor auf analoger Basis. Überwiegend arbeitet er mit Dia-Filmen.

Das „Jubiläumsbild“ gehört zu seinen früheren Arbeiten und entstand durch Ablösen der Pigmentschicht vom Trägermaterial. Immer wieder zeigt er, welch spannende Ergebnisse man mit der alten Technik erzielen kann. Nicht selten erinnern seine Arbeiten an moderne abstrakte Malerei –  überzeugend in Komposition und Farbgebung.  

Helmut Drösler bereicherte schon mehrmals unser Haus mit sowohl fototechnisch als auch künstlerisch sehenswerten Einzel- und Gruppenausstellungen.

Jubiläumswerk April:
Manfred Lehner

Im April beschenkt uns der Valleyer Fotokünstler Manfred Lehner mit „Frühling“, einer seiner seltenen Landschaftsfotografien.

Im Mittelpunkt der fotografischen Arbeit des gelernten Grafikers stehen sonst fast immer Menschen: Landwirte und buntes Stadtvolk, selbstvergessene Liebespaare und einsame Biergartenhocker, Tänzer und Theaterleute.

Mit seinem Interesse für das Geschehen auf und hinter der Bühne hat Manfred Lehner eine Vielzahl von Theaterprojekten in unserem Haus fotografisch begleitet und so unzählige magische Momente eingefangen.

Neben der Fotografie ist sein wichtigstes künstlerisches Anliegen der Foto-Film, ein eigenes Genre zwischen Film und Fotografie. Hier verbinden sich bildnerische und musikalische Elemente zu Kurzfilmen, die einen ganz eigenen Zauber entstehen lassen.