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5 Fragen an Horst Orlich

Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Horst Orlich zeigt am 25.10. im FoolsTheater elf national und international preisgekrönte Animationsfilme.

Redaktion: Reinhold Schmid.

Herr Orlich, wie fanden Sie Ihren Weg zum Animationsfilm?

Ich wollte schon immer mit Bildern Geschichten erzählen. Über die Malerei und das Foto kam ich vor 60 Jahren zum Film. Es entstanden kleine Reise-, Familien-, Spiel- und Experimentalfilme. Die Bilder im Trickfilm mit 24 Bilder/sec. zu beleben, begeisterte mich sehr bald durch die Vielfalt der gebotenen Möglichkeiten. So wurde der Animationsfilm ein wesentlicher Lebensinhalt, den meine Frau bis heute mit mir teilt.

Was ist Ihre persönliche Motivation für das Filmemachen?

Das Filmemachen war und ist für mich eine Art Ventil, um Dampf abzulassen und den inneren Druck zu regulieren.

Welche Rolle spielt dabei die Phantasie?

Einstein hat einmal gesagt: „Phantasie ist wichtiger als das Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ In der Zeit zunehmender Digitalisierung mit jederzeit abrufbarer Datenfülle ist aber auf der Spielwiese die eigene Phantasie kaum noch gefragt.

Was bedeuten Ihnen die vielen gewonnenen Preise?

Natürlich freuen wir uns über die Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland. Wir sind stolz auf unser bayerisches Löwenrudel, auf die Goldmedaille bei den Welt-Filmfestspielen in Warschau (2002) für „Verzauberte Zeiten“ und auf den Sonderpreis für „Der Palästinenser“ (1991). In Hiroshima hat ihn für uns der deutsche Botschafter entgegengenommen. Auch arte hat ihn weltweit ausgestrahlt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir wünschen uns für unsere Kinder, dass aus einer vom Geld gesteuerten ICH-Gesellschaft eine bunte Jugend das WIR in die Zukunft trägt.