Freies Landestheater Bayern · Fools-Ensemble: Bunbury

ab SA 29.06.2019 | 20 Uhr | Theater | FoolsTheater

Die Premiere des neuen Sommertheaters! Das Fools-Ensemble präsentiert Oscar Wildes großartiges Werk Bunbury (im Original: The Importance of Being Earnest). Der Klassiker, den Oscar Wilde selbst als seine beste Komödie betrachtete, ist eine pointierte Abrechnung mit einer Gesellschaft, die ganz genau vorschreibt, wer man ist und wer man sein sollte. Bei schönem Wetter wird das Sommertheater im Freien auf dem Vorplatz gespielt.


SA 29.06. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
FR 05.07. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SA 06.07. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
FR 12.07. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SO 14.07. | 18 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SA 20.07. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SO 21.07. | 18 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
DO 25.07. | 19.30 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 16 € | ermäßigt: 14 € | Kinder (bis 14): 6 € | Abendkasse: 2 € Zuschlag
Theatertag (25.07.): 12 € | ermäßigt: 10 € | Kinder (bis 14): 6 €
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Um ungestört ihren Vergnügungen nachzugehen, konstruieren die beiden Dandys Algernon und Jack ein hitziges Doppelleben: Algernon erfindet einen sehr nützlichen, schrecklich kranken Freund namens Bunbury. Dieser hält immer dann als Ausrede her, wenn Algy Abwechslung von der Londoner Stadtluft braucht. Jack beruft sich auf einen erdachten missratenen Bruder namens Ernst, um seinem Landsitz und seiner Verantwortung für sein Mündel Cecily zu entfliehen. Immer wenn Ernst wieder in Schwierigkeiten steckt, muss er nach London fahren, um seinem Bruder aus der Patsche zu helfen. Diese Reisen nutzt Jack dann, um sich dem Londoner Nachtleben hinzugeben und alle „Missetaten“ seines verruchten Bruders selbst zu genießen.

Doch als die beiden Männer sich verlieben, wird es schwierig mit dem Doppelleben: Jack will die lebenslustige Gwendolen heiraten; die aber kennt und liebt ihn als Ernst und möchte nichts von einem langweiligen Jack wissen. Algy wird währenddessen auf dem Land für den verruchten Ernst gehalten und Cecily verliebt sich Hals über Kopf in den interessanten Lebemann. Das Chaos ist perfekt: Zwei Frauen, die mit Ernst verlobt sind; zwei Männer, die beide nicht Ernst heißen.

„In Angelegenheiten von schwerwiegender Bedeutung ist Stil das Wesentliche, nicht Aufrichtigkeit.“

„Bunbury“ parodiert eine Gesellschaft, in der Klassenbewusstsein, Moral und Etikette wenig Spielraum für Individualität lassen. Oscar Wildes Protagonisten haben eine verblüffende Lösung gefunden, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten: Solange man den Schein wahrt, darf man so viele Identitäten ausleben, wie man nur will. Hauptsache die Oberfläche glänzt!

Oscar Wilde war ein Meister des ironischen Witzes und der pointierten Dialoge. Seine elegante Gesellschaftskomödie, 1895 uraufgeführt und aktuell wie nie, ist beste Unterhaltung: geistreich genug, um nicht trivial zu sein, salopp genug, um ernsthaft zu amüsieren.

Very British, indeed!
Die bessere englische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts genoss Pimm’s, einen Kräuterlikör, der mit Gin gemischt wird. Vor und nach den Bunbury-Vorstellungen wird der traditionelle Cocktail im KulturCafe serviert. Dazu gibt es als klassisch-englischen Snack Gurkensandwiches.


Es spielen: Christian Selbherr (Algernon), Jochen Geipel (Jack), Judith Heimerl (Gwendolen), Ursula Dillig (Cecily), Cathrin Paul (Miss Prism, die Gouvernante), Andrea Beier (Lady Bracknell, die Tante), Detlef Dauer (Pastor Chasuble) und Michael Werner (Butler).

Regie und Bühne: Lydia Starkulla
Kostüme: Tamara Krüger
Bühnenbau: Bernd Schmidt