Fräulein Brehms Tierleben: Die wilden Bienen

SA 13.04.2019 | 16 Uhr | Kids (ab 8) | FoolsTheater

Das weltweit erste Theater für gefährdete heimische Tierarten bietet informative Unterhaltung für Kinder ab 8 Jahren sowie Erwachsene. Diesmal beschäftigt sich Lydia Starkulla als Fräulein Brehm auf ihrer Reise durch die faszinierende Welt der Tiere mit den Wildbienen. Sie sind für uns lebenswichtig: Ohne Bienen gäbe es nicht nur keinen Honig, auch Obst und Gemüse würden zu Luxusgütern.


Dauer: ca. 75 Min. (ohne Pause) | Für Kinder ab 8 und Erwachsene
SA 13.04. | 16 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 8 € | ermäßigt: 7 € | Kinder (bis 14): 6 €
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Die Reihe „Fräulein Brehms Tierleben“ läuft im FoolsTheater in Kooperation mit dem Bund Naturschutz Holzkirchen.

Die Lebenswelt der Wildbiene (Hymenoptera) ist ästhetisch, bunt, kriminell, melancholisch und unfassbar erstaunlich! Bei weltweit exakt 19.844 nachgewiesenen Arten ist das auch nicht weiter verwunderlich. 561 Arten sind allein in Deutschland bekannt, ihre Namen sind so poetisch wie ihre Gestalten vielfältig.

„Mit ihrer charmanten Art und ihrem schauspielerischen Können fesselt sie das Publikum.“ (Kulturvision-aktuell.de)

Gezählt hat die Bienen für das Fräulein kein Geringerer als Dr. Michael Ohl vom Museum für Naturkunde, Berlin, und seines Zeichens Wespentaxonom und Evolutionsbiologe – und Kurator von „Fräulein Brehms Tierleben Hymenoptera – Die wilden Bienen“. Der zweite Kurator im Bunde, Dr. Christoph Saure, Büro für Tierökologie, Berlin, hat allein im Natur-Park Schöneberger Südgelände 110 Arten gesichtet, gezählt und nachgewiesen.

Bienen und andere Insekten spielen nach wissenschaftlichen Berechnungen bei rund 35 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion eine wichtige Rolle. Bienen sind damit die wichtigsten Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Weltweit sorgen sie mit ihrer Bestäubungsleistung für eine Wertschöpfung von etwa 200 Milliarden Euro pro Jahr, hat das Labor für theoretische und angewandte Wirtschaft des wissenschaftlichen Forschungszentrums CNRS in Montpellier ermittelt.

Ohne Bienen gäbe es nicht nur keinen Honig, auch Obst und Gemüse würden zu Luxusgütern – die Tiere bestäuben rund 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen. Wenn es nicht gelingt, die Bienenbestände zu halten, und die Insekten aussterben, hätte dies nach Ansicht von Forschern fatale Folgen für den Menschen.

Zum Reinschnuppern: Video…

Die Zeiten, in denen Forschungsergebnisse in universitären Bibliotheken verstauben, sind vorbei! Das sinnliche Bühnenabenteuer verknüpft handfeste Wissenschaft, praktische Feldforschung und tiefe Einblicke in tierische Zusammenhänge zu einem theatralischen Ganzen und weckt Neugierde für die wilde Tierwelt Europas.

Barbara Geiger, Autorin und Regisseurin der Theaterstücke, hat hierfür in enger Kooperation mit den Wissenschaften Erstaunliches und Wissenswertes über Europas Fauna zusammen getragen und in der reizenden Protagonistin Fräulein Brehm eine Figur erfunden, die es versteht, tierische Einblicke der besonderen Art zu ermöglichen.