Holzkirchner Symphoniker: Frühjahrskonzert

SA 25.05.2019 | 20 Uhr | Klassik | Festsaal

Das Holzkirchner Orchester unter der Leitung von Dirigent Andreas Ruppert hat für sein traditionelles Frühjahrskonzert zweimal Carl Maria von Weber und den nicht ganz so bekannten – aber gleichfalls sehr hörenswerten – Komponisten Joachim Raff mit dessen 2. Sinfonie C-Dur op. 140 aufs Programm gesetzt. Für das Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur op. 74 konnten die Symphoniker den renommierten Klarinettisten Andreas Schablas als Solisten gewinnen. Seit 2008 ist er Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters, seit 2010 als Soloklarinettist.


Dauer: ca. 140 Min. (inkl. Pause)
SA 25.05. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 15 € | Kinder und Jugendliche (bis 18): 1 € | Abendkasse: 2 € Zuschlag
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

In der Ouvertüre zum „Freischütz“ fasst Carl Maria von Weber alle Stimmungen und Charaktere seiner Oper zusammen. Sie steht wie eine Inhaltsangabe am Beginn und lässt den Hörer bereits Höhen und Tiefen der Handlung durchleben. Mit dem „Freischütz“ hat Weber nicht nur den Typus der romantischen Oper, sondern mit der Ouvertüre dazu auch eine wegweisende Form der Eröffnung derselben geschaffen. Das Vorspiel enthält bereits die Idee das ganzen Werkes.

Anfang des 18. Jahrhunderts trat die Klarinette als Soloinstrument ins Rampenlicht. Zu verdanken war dies technischen Neuerungen, die die Verbindung von Virtuosität und einem Reichtum an Klangfarben ermöglichten. Die Komponisten der Romantik – unter ihnen auch Carl Maria von Weber – wurden von diesem Instrument angeregt und so schuf er einige der bedeutendsten romantischen Klarinettenkonzerte, in denen sich technische Brillanz, lyrische Kantabilität und ausgelassene Heiterkeit vereinen.

Carl Maria von Weber schrieb das Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur op. 74 im Auftrag des Bayerischen Königs Maximilian I. für den Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann. Es wurde 1811 in München uraufgeführt.

Solist an diesem Abend im Holzkirchner Festsaal ist Andreas Schablas. Er erhielt seine Ausbildung an der Johannes-Brahms-Musikschule in Mürzzuschlag sowie an den Musikuniversitäten Graz und Wien. Von 1999 bis 2008 war er Mitglied des Mozarteum Orchesters Salzburg. Seit 2008 ist er Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters, seit 2010 als Soloklarinettist. Seit Oktober 2017 leitet er eine Klasse für Klarinette an der Universität Mozarteum Salzburg.

Nach der Pause bringen die Holzkirchner Symphoniker das Werk eines selten gespielten Komponisten, Joseph Joachim Raff (1822-1882), zu Gehör. Zu Lebzeiten galt der Schweizer, der nach Deutschland übersiedelte, als großer Komponist. Sein breites Werk ging nach seinem Tod vergessen und so füllt heute der Name Raff auf dem Plakat keinen Konzertsaal mehr. Das war noch ganz anders als der Zeitgenosse von Schumann, Liszt, Wagner und Brahms das Musikleben in Deutschland mitprägte. Das positive Urteil von Felix Mendelssohn hatte den angehenden Volksschullehrer aus Lachen am Zürichsee zuvor ermutigt, alles auf eine Karte zu setzen und sich ganz der Musik zu verschreiben. 
Seine zweite Symphonie wurde 1866 geschrieben und 1867 in Wiesbaden uraufgeführt. Gewidmet war das Werk Seiner Hoheit Ernst, Herzog zu Sachsen-Coburg-Gotha.

Die Holzkirchner Symphoniker wollen von Zeit zu Zeit Werke von heute in Vergessenheit geratenen Komponisten zu Gehör bringen und zeigen, dass es abseits der gängigen Werke hörenswerte Musik gibt, die es Wert ist, aufgeführt zu werden.
 Das Orchester hat sich in dieser Zeit vom Kammerorchester zu einem veritablen sinfonischen Klangkörper entwickelt, der auch überregional bekannt ist und in regelmäßigen Konzertveranstaltungen seine Zuhörer begeistert.