Mathias Tretter: Pop

SA 24.11.2018 | 20 Uhr | Kabarett | Festsaal

Der vielfach ausgezeichnete Kabarettist präsentiert das Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Mit Plödeleien oberster Populistik. In seinem neuen Programm spannt der Profi oraler Präsenz den Bogen vom US-Präsidenten über die AfD bis hin zu bierbrauenden Hipstern. Rätselnd steht er vor den Merkwürdigkeiten unserer Zeit. Tretter ist lebendiger denn je, böse wie nie. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: Er stellt die Welt auf den Kopf.


SA 24.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 23 € | ermäßigt: 20 € | Kinder (bis 14): 6 € | Abendkasse: 2 € Zuschlag
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Mathias Tretter spielt seit Jahren in der Champions League der deutschen Kabarettisten. An Auszeichnungen räumte er so ziemlich alles ab, was es zu gewinnen gibt, in seinem neuen Programm zeigt er aufs Neue seine kabarettistische Extraklasse.

Zum Reinschnuppern: Video… (ZDF: „Die Anstalt“)

Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und aussenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, dass es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.

Die Auskenner dagegen heißen „Lügenbresse“ und „verschisenes Estäplischment“ (wenn Rechte schreiben, führt das nicht zu Rechtschreibung). Einst hat man seine Mängel kaschiert, heute versteckt man seine Fähigkeiten. Wer Adorno zitiert, gilt als großkotzige Elitesau. Aber wenn man sagt: „Adorno? Sie meinen den neuen Fünftürer von VW?“ – dann ist man im Gespräch.

David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mussten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz. Mit Plödeleien oberster Populistik. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: 150 Minuten Ruhm.

„Polemisch, selbstironisch, intelligent, eloquent, unterhaltsam, niveauvoll. Tretter gehört zur allerersten Riege junger politischer Kabarettisten, zu jenen, die nicht in den Fußstapfen eines Granden wie Dieter Hildebrandt versinken würden. Großartig.“ (Göttinger Tageblatt)


Mathias Tretter wurde 1972 in Würzburg geboren und lebt seit 2007 in Leipzig. 1992 entstehen erste Texte. Ein Freund von ihm gründete damals die Würzburger „Comedy Lounge“, Mathias Tretter war dabei und merkte gleich: Das ist mein Ding. Nach dem Abschluss seines Studiums der Anglistik und Germanistik konzentrierte er sich voll auf seine Kabarett-Bühnenkarriere. Viele Jahre war er zusammen mit Philipp Weber und Claus von Wagner Teil des „Ersten Deutschen Zwangsensembles“.

Seine letzten Soloprogramme waren „Selfie“ (2014) und „Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein“ (2011). Seit 2010 spielt er gemeinsam mit Sven Kemmler das Programm „Schottenabend – Zwei Stunden mit nix drunter.“

Mathias Tretter wurde schon mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt: u.a. Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher und Bayerischer Kabarettpreis, Leipziger Löwenzahn.