Monika Manz: Mutter Sprache

ab SA 12.01.2019 | 20 Uhr | Theater | FoolsTheater

In dem aufsehenerregenden Stück von Werner Fritsch liegt die über 90-jährige Mutter – gespielt von Regisseur Gerd Lohmeyer – im Koma. Ihre fast 70-jährige Tochter spricht zu ihr. Schauspielprofi Monika Manz gibt bravourös die Bauerntochter Magda in einem monumentalen Monolog mit verbaler Befreiung und der Selbsterlösung von Vergangenem.


SA 12.01. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SO 13.01. | 18 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
DO 31.01. | 19.30 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 18 € | ermäßigt: 16 € | Kinder (bis 14): 6 € | Abendkasse: 2 € Zuschlag
Theatertag (31.01.): 12 € | ermäßigt: 10 € | Kinder (bis 14): 6 €
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Das bekannte Schauspieler-Ehepaar Monika Manz und Gerd Lohmeyer in einem aufwühlenden Stück, das im Juni 2018 in München uraufgeführt wurde. Bauerstochter und Mühlen-Wirtin Magda lässt am Bett ihrer im Koma liegenden Mutter ihr Leben Revue passieren.

Die über 90-jährige Mutter liegt im Krankenhaus im Koma, angeschlossen an Geräte. Elf Kinder hat sie zur Welt gebracht. Ihre fast 70-jährige Tochter spricht zu ihr, als wüsste sie, dass die Mutter sie versteht. Der Vater der alten Frau ist tot und auch ihr Mann. Sie liegen auf dem gleichen Friedhof begraben wie die Tochter Renate, die keine vierzig Jahre alt geworden ist, und wie der Zwillingsbruder, der sich vor Jahren das Leben nahm.

In einem bekenntnishaften, bildreichen Monolog lässt diese widerständige, humorvolle alte Frau ihr Leben und die Menschen auf der Hechtmühle, dem Hof ihres verstorbenen Mannes, lebendig werden. Das Leben war „ein Gehetz‘ und ein Gewürg‘“. In ihm haben die großen politischen Entwicklungen deutscher Geschichte ebenso Narben hinterlassen wie die privaten, ganz persönlichen Erfahrungen.


Monika Manz ist gebürtige Niederbayerin und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in München. Ihre Schauspielausbildung erhielt sie am „La Mama Theatre New York“, wo sie für zwei Jahre Ensemblemitglied war. Feste Engagements führten Monika Manz u.a. nach Freiburg, Konstanz, Hannover und Nürnberg. Seit 1986 lebt die Schauspielerin wieder in München. Sie spielt auf großen und kleinen Bühnen vom Residenztheater, den Kammerspielen und dem Volkstheater bis zum Modernen Theater oder dem Teamtheater. Darüber hinaus kennt man sie auch durch ihre Filmrollen in „Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Polizeiruf 110″, „Der Bulle von Tölz“ oder zusammen mit ihrem Mann Gerd Lohmeyer als das Paar hinter der Hecke in der Krimikomödie „Dampfnudelblues“.

Der Schauspieler und Regisseur Gerd Lohmeyer wurde 1945 in Würzburg geboren und ist in der Oberpfalz aufgewachsen. Studium an der Universität der Künste in Berlin. Seine Theaterlaufbahn, die mit dreizehn begann, ging quer durch die deutschen Stadt- und Staatstheater, aber immer mit Ausflüchten in eigene Theaterunternehmungen. Seit 1988 ist er freiberuflicher Schauspieler und Regisseur in München. In der Film- und Fernsehlandschaft hat er deutliche Spuren hinterlassen: vom ersten Film „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ (1967) bis zu seinem Mitwirken in der BR-Fernsehserie „Dahoam is dahoam“ als Ordnungsamtsleiter Gerstl.

Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, wuchs auf einem Einödbauernhof in der nordöstlichen Oberpfalz auf, weitab vom Stadtleben, das er sich später umso nachdrücklicher mit seinen Sprachkunstwerken eroberte. Er veröffentlichte zahlreiche Prosa- und Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher und wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Bayerischen Kulturpreis 2016.