Musikkapelle Hartpenning: Frühjahrskonzert

SA 16.03.2019 | 20 Uhr | Musik | Festsaal

Die Musikkapelle bindet unter der Leitung von Markus Reichhart einen bunten Strauß aus traditioneller Volksmusik mit Polka, Walzer und Marsch, längeren orchestralen Werken, Filmmusik und modernen Klängen.


Dauer: ca. 130 Min. (inkl. Pause)
SA 16.03. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 12 € | Kinder (bis 14): 1 €
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Wie immer im März zeigen die „Hartpenninger“, was sie in einem intensiven Probewinter an musikalischen Leckerbissen einstudiert haben. Sie spannen wie gewohnt einen weiten Bogen mit gepflegter Blasmusik, zackigen Rhythmen, feinen Klängen und solistischen Einlagen. Traditionelles hat hier ebenso seinen Platz wie Modernes, Marsch und Polka ebenso wie Film- und Opernmusik.

So erklingen etwa aus der klassischen Abteilung die Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell“ von Giacomo Rossini und ein Walzer aus dem Ballett „Dornröschen“ von Peter Tschaikowsky, aus der volkstümlichen der „Hartpenninger Bussardschützenmarsch“ von Josef Bichlmeier und die Konzertpolka „Ein Traum erwacht“ von Jürgen Malterer. Auch modernere Stücke sind zu hören, etwa die „Carribean Variation“ von Jacob de Haan und „Eye of the Tiger“ aus dem Film „Rocky 3“. Und dies sind nur einige wenige Beispiele aus dem vielfältigen Programm.

„Die Latte wurde hoch gehängt und im Verlauf des ganzen Konzertabends nicht mehr gerissen. Das aufmerksame Publikum dankte der spielfreudigen und wie aus einem Guss musizierenden Kapelle mit lang anhaltendem Applaus.“ (Holzkirchner Merkur)

Die Musikkapelle Hartpenning gibt es seit nunmehr 70 Jahren, seit 25 Jahren ist Markus Reichhart ihr Musikmeister. Bereits im Alter von 19 Jahren übernahm er das Dirigat, das er mit Kompetenz und Ruhe ausübt, konzentriert und fokussiert, ohne Schnickschnack. Die sieben Jahrzehnte wurzeln tief in der Kapelle – in Form von Erfahrung, vielfach weitergegebenem Können und exaktem Zusammenspiel. Und das dürfte so schnell nicht wieder zu finden sein: drei Generationen Reichhart sind hier in einem Ensemble vertreten.


2017 feierten die „Hartpenninger“ ihr 70-Jähriges! In ihrer bewegten Historie nehmen zahlreiche Höhepunkte einen prominenten Platz ein: Da sind vor allem zu nennen der Abschied von Königin Silvia von Schweden, die Begrüßung des frischgebackenen Europapokalsiegers Bayern München am Riemer Flughafen und diverse Staatsempfänge. Jahrelang traten sie auf der Wiesn im Hackerzelt auf. Heute lassen es die Musikanten um Dirigent Markus Reichhart etwas ruhiger angehen, was ihrer musikalischen Qualität jedoch keinen Abbruch tut.

1947 gab der damalige Hartpenninger Pfarrer Trischberger den Impuls zur Gründung einer Blaskapelle unter Anleitung von Musiklehrer Wolfgang Haenicke, Flügelhornist an der Münchner Staatsoper. Bald spielten die Burschen auf technisch hohem Niveau. Sepp Zinsbacher war ihr erster Musikmeister, der 1957 den Taktstock an Josef Jörg übergab, der ihn wiederum 1962 an Winfried Schnabel weiterreichte. Der damals erst 24-Jährige prägte die Kapelle stark. Als „Stubenbacher Blasmusik“ nahm man die Langspielplatte „So klingt’s im Oberland“ auf. Ihre Popularität führte die Kapelle unter anderem nach Davos und Chur und 1994 zu einem achttägigen Oktoberfest in Atlanta, USA.

Schnabel musste 1988 aus Krankheitsgründen die Leitung abgeben und starb 1993. Uli Pförtsch, heute Erster Solo-Posaunist an der Bayerischen Staatsoper, übernahm für vier Jahre, übergab dann 1993 aus beruflichen Gründen an den damals erst 19-jährigen Markus Reichhart, der die Musikkapelle Hartpenning bis heute mit großem Erfolg führt.