Team Theater: Yvonne, die Burgunderprinzessin


ab SA 03.11.2018 | 20 Uhr | Theater

Das Holzkirchner Ensemble hat für die neue Theatersaison die schwarze Komödie von Witold Gombrowicz auf den Spielplan gesetzt. Prinz Philipp, verwöhnter Thronfolger des Königreichs Burgund, ist im heiratsfähigen Alter und der immer gleichen Lustbarkeiten mit den hingabefreudigen Hofdamen überdrüssig. Er begegnet Yvonne, deren Andersartigkeit und Hässlichkeit ihn reizt und herausfordert. Der Prinz beschließt, die hässliche Bürgerliche zu heiraten…
SA 03.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
FR 09.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SO 11.11. | 18 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
FR 16.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
SA 17.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
DO 29.11. | 19.30 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
FR 30.11. | 20 Uhr | Karten | Es gibt noch Karten
regulär: 15 € | ermäßigt: 13 € | Kinder (bis 14): 6 € | Abendkasse: 2 € Zuschlag
Theatertag (29.11.): 12 € | ermäßigt: 10 € | Kinder (bis 14): 6 €
ermäßigt: Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte

Es ist die Geschichte eines unscheinbaren, nicht sehr ansehnlichen und mit verschiedenen Gebrechen geschlagenen Mädchens, das ein Prinz aus Übermut heiraten möchte. Yvonne, die sich passiv und gleichgültig verhält, weckt in ihrer Umgebung Gewissensbisse und Beschämung, Hass und Aggressivität.

Bald verwandelt sich der Hof zu einer Brutstätte von Ungeheuerlichkeiten. Und jedes dieser Ungeheuer, einschließlich des Prinzen, beginnt vor Begierde zu brennen, diese Unausstehliche zu ermorden…

Es spielen: Anna Kutter (Yvonne), Andreas Biberger (König Ignaz), Margarete Kutter (Königin Margarethe), Thomas Ziegler (Thronfolger Prinz Philipp), Max Arbeiter (Kammerherr), Victoria Wald (Hofdame Isa), Helmut Hermann (Cyrill, ein Freund des Prinzen), Annemarie Schmirl (Yvonnes Tante), Manuel Hautsch (Höfling Innozenz und Diener Valentin)
Regie: Johanna Schweiger & Daniel Yfantes

Das Werk war in der Hochblüte des absurden Theaters eine vielgespielte Entdeckung und läutete mit seiner Darstellung einer innerlich ausgehöhlten Gesellschaft den Beginn einer politisch engagierten Literatur ein. Das Stück gehört seit langem zu den Klassikern des Welttheaters, ist unter ihnen jedoch einer der am wenigsten bekannten in Deutschland.

Witold Marian Gombrowicz (1904–1969) war einer der bedeutendsten polnischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Von 1911 an wuchs er in Warschau auf. 1927 schloss er sein Jurastudium an der dortigen Universität ab. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges unternahm er eine Schiffsreise nach Buenos Aires, von wo er nicht mehr nach Polen zurückkehrte. Er lebte von der Arbeit als Bank-Angestellter, betrachtete jedoch das Schreiben als seine eigentliche Lebensaufgabe. 1963 kehrte er nach Europa zurück, zuerst nach West-Berlin, dann nach Vence (Südfrankreich), wo er 1969 an den Folgen von Asthma starb. Er schrieb Erzählungen, Romane und Theaterstücke, die teilweise verfilmt wurden. „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ ist 1935 entstanden, wurde aber erst 1957 uraufgeführt.