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10.01.

Claus von Wagner: Die Theorie der feinen Menschen

FR 10.01.2020 | 20 Uhr | Jubiläum 10 Jahre | Kabarett | Neu im Vorverkauf | Festsaal

10 Jahre KULTUR im Oberbräu - Unser Geburtstags-Special im Januar

Wer Claus von Wagner auf einer Bühne sieht, weiß: Das wird auf jeden Fall kein normaler Kabarettabend. Claus von Wagner ist so, wie sich Bertolt Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Was ihn so anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Vergnügen.

Claus von Wagners Kunst ist es sich höchst amüsant zu wundern. Er hat da jetzt zum Beispiel dieses großartige Buch gefunden, in dem steht, dass der „Räuberbaron des Mittelalters zum Finanzmagnaten der Gegenwart“ geworden ist. Die Schwarte ist von 1899…

„Theorie der feinen Menschen“ ist eine Erzählung aus dem tiefen Inneren unserer feinen Gesellschaft. Sie handelt vom Kampf ums Prestige, Wirtschaftsverbrechen und Business Punks. „Theorie der feinen Menschen“ ist auch eine epische Geschichte von Verrat, Familie und Geld. Im Grunde ein bisschen wie die „Sopranos“. Nur in live. Als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben.

„Claus von Wagner schafft es, die Zuschauer fast drei Stunden lang mit dem sperrigen Thema Finanzmärkte zu unterhalten. Ein kabarettistisches Meisterstück.“ (sueddeutsche.de)

Wobei: wenn man der Theorie folgt, ist Komödie ja Tragödie plus Zeit. Die Finanzkrise war eine Tragödie sehr großen Ausmaßes. Jetzt ist einige Zeit vergangen – eigentlich müsste es jeden Tag komischer werden. Aber das wird es nicht. Vielleicht ein Zeichen, dass es sich bei unserem derzeitigen Finanzwesen um eine dauerhafte Tragödie handelt? Das wäre in der Tat – tragisch.

„Es ist eine Form, die das Private und das Politische, die Ökonomie und den Alltag mit leichter Hand verknüpft (…) Das ist immer wieder komisch, böse auch bisweilen, aber schlicht und einfach wunderbar gemacht.“ (FAZ)

Claus von Wagner bilanziert: „Ich dachte damals, mein Programm erledigt sich in zwei Jahren von selbst; der moralische Druck auf das Finanzwesen war immens. Ich war sicher, dann wären meine größten Kritikpunkte an Derivaten, der mangelhaften Finanzaufsicht, falschen Anreizsystemen und der überheblichen Risikobewertung abgearbeitet. Es passierte aber nicht. Und noch was merkwürdiges: Die Finanzkrise war ein fundamentales Total-Versagen der so genannten ‚Freien Märkte‘, trotzdem haben die Verantwortlichen in der Politik das Verhältnis von Staat und Finanzmärkten bisher nicht grundsätzlich in Frage gestellt.“

10 Jahre KULTUR im Oberbräu.
Das heißt: jeden Monat ein Fest! Bei diesem Geburtstags-Special im Januar erwartet Sie neben einem brillanten Kabarettisten auch ein besonderes Rahmenprogramm.

Preise

regulär 25 €
ermäßigt* 22 €
Kinder (bis 14) 6 €
Abendkasse Zuschlag: 2 €

*Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte