SA
28.09.

Holger Paetz: Ekstase in Würde

SA 28.09.2019 | 20 Uhr | Kabarett | FoolsTheater
Dauer: ca. 110 Min. (inkl. Pause)

Der Schwabinger Kult-Kabarettist Holger Paetz versetzt Sie mit abstrusen Texten, bildreichen Formulierungen und seiner melancholischen Grundstimmung voll trockenem, schwarzem Humor in Ekstase – aber in Würde.

Foto: Erik Dreyer

Höhepunkte will jeder. Danach lechzen wir. Aber wie kriegen wir Ekstase hin, die im Rahmen bleibt? Und dann: Deutsche Ekstase? Klingt unmöglich, klingt wie Schweizer Hochseefischer. Und doch gibt es sie. Sie ist nur verschüttet.

„So aktuell, so mutig und so kräftig mit rabenschwarzem Humorgrundiert, dachte man bei sich, geht es also auch. (…) Das ist die hohe Schule des Kabaretts. Bitter, böse und präzise, in einem Wort: große Kleinkunst.“ (FAZ)

Wer in Bayern lebt, hat es gut. Die Landespolitik bietet täglich Entrückendes.Aber auch die Kanzlerin trägt Ekstase in sich. Man sieht es ihr nur nicht immer an. Unvergesslich: ihre Flüchtlings-Ekstase.

Doch auch wir können Ekstase! Wir schaffen das. Holger Paetz zeigt uns den Weg. Her mit dem Höhepunkt! Lernen Sie Besessenheit, Verzückung, Veitstanz und Orgasmus. Der Schamane mit dem griesgrämigen Gesicht führt Sie hin.

„Holger Paetz, der schmale Mann im dunklen Anzug, gibt sich auf der Bühne den Anschein cooler, manchmal etwas manierierter Lässigkeit. Aber er kann auch anders, wird wütend, und seine bitterbösen Scherze kommen in rasantem Stakkato daher. Ein scharfer Seitenhieb, ein zynischer Witz jagt den anderen, kein Politiker, kein Fußball-Heiliger, der verschont würde.“ (Süddeutsche Zeitung)

Holger Paetz ist ein sprachvirtuoser Kabarett-Literat, der bei der Presse als „Buster Keaton des Wortes” gilt. Er textet haarspalterisch abstrus, reibt sich an bildreichen Formulierungen und unterlegt das Ganze mit einer misanthropisch-melancholischen Grundstimmung voll schwarzem Humor. Als schräger Song-Poet mit virtuoser Gitarrenbegleitung produziert er mit seinen Liedern veritable Ohrwürmer.

Holger Paetz wuchs in Aschaffenburg auf, wo er das Humanistische Gymnasium besuchte. Einem abgebrochenen Philosophie-Studium folgten erste Gehversuche mit eigenen Liedern und Texten. Ab 1977 zog er durch die Münchner Kleinkunstszene und verdiente nebenher seinen Lebensunterhalt als Friedhofsgärtner, Kellner und Archivar.

Seine bald entstehenden Solo-Kabarettprogramme führten ihn ins „Mainzer Unterhaus“, auf die „Lachmesse“in Leipzig, ins Fernsehen zu den „Mitternachtsspitzen“, in „Ottis Schlachthof“ und mehrmals zum „Scheibenwischer“, wo er zusammen mit Dieter Hildebrandt auftrat. Von 2002 bis 2003 war Holger Paetz Mitglied und Autor der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, von 1999 bis 2009 Autor des Singspiels beim Starkbieranstich am Münchner Nockherberg. Seine Programme wurden mehrfach ausgezeichnet.

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Preise

regulär 21 €
ermäßigt* 18 €
Kinder (bis 14) 6 €
Abendkasse Zuschlag: 2 €

*Kulturkarte, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte