Ausstellung im Foyer

Öffnungszeiten: DI-SA 17-21 Uhr  |  MI: zudem 10-12 Uhr

Bildnis Christl (1955/56) – Öl auf Hartfaser – Werk: Peter Loew

Peter Loew: Portraits

25.09. bis 05.11.

Die erste Ausstellung nach der Corona- und auch der Sommerpause ist zugleich ein künstlerisches „Schmankerl“. Sie ist dem namhaften Schlierseer Maler Peter Loew (1931-2012) gewidmet, der ein umfangreiches Oevre hinterlassen hat.

Wie gewohnt findet die erste Ausstellung der Saison in den beiden großen Kulturhäusern des Landkreises statt: Während im Miesbacher Kulturzentrum Waitzinger Keller vor allem seine „Fugenbilder“ zu sehen sind, konzentriert sich die Präsentation im Foyer des KULTUR im Oberbräu auf die Werkgruppe der Portraits.

Der gebürtige Schlierseer Künstler verlegte im Alter von 20 Jahren seinen Lebensmittelpunkt nach München und absolvierte von 1951 bis 1957 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Studienreisen führten ihn u.a. nach Italien und Schweden.

Er zeigte seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in namhaften Galerien und Museen wie dem Münchner Haus der Kunst. Viele seiner Werke befinden sich in öffentlichem Besitz, etwa der Bayrischen Staatsgemäldesammlung, der Staatlichen Graphischen Sammlung München oder der Staatsgalerie Stuttgart.

Peter Loew hinterließ einen reichen Schatz an Gemälden, Zeichnungen, Skizzen, Skulpturen und Stelen. Die Parallelausstellung in Miesbach und Holzkirchen lassen die Erinnerung an einen bedeutenden – aus dem Landkreis stammenden – Protagonisten der bildenden Kunst wieder aufleben.

Werk: Lotte Koch

Lotte Koch: Kapriolen

ab 08.11.

Die Valleyer Künstlerin überschreitet lustvoll und dynamisch die Grenzen zwischen Farbe und Strich, Fläche und Form, Flora und Abstraktion. Lotte Koch thematisiert dabei immer wieder die Durchlässigkeit dieser Grenzen: Zäune, Ein- und Ausgänge, Mauern und Wege, Geflechte, besonders aber sind ihr Zwischenräume wichtig. Diesen Zwischenräumen gibt sie ein plastisches, fast körperliches Eigenleben, strukturiert durch Kanten und Ränder, Kontraste und farbige Übergänge.

Lotte Koch liebt es, Kapriolen zu schlagen und „Vielheiten“  zu zeigen. So gibt es für sie niemals die eine Tür, den einen Löffel, die eine pflanzliche Formation, sondern stets noch eine oder viele andere. Das zeigt sich in ihren Zweiheiten, Dreiheiten und Serien.

Lotte Koch hat lange als Grafikerin gearbeitet. Seit etwa 30 Jahren beschäftigt sie sich damit, wie Strukturen malerisch wiedergegeben werden können. Sie lässt sich dabei von ihrer unmittelbaren Umgebung inspirieren, sei es auf Reisen, sei es im Alltag, sei es der Blick aus dem Fenster ihres Ateliers im Mangfalltal.

Auch in ihrer Arbeitsweise stellt sie Verbindungen her zwischen der Skizze und dem fertigen Werk, der Fotografie und ihrer malerischen Übersetzung, dem Entwurf und seiner Verwerfung. Immer ist der Entstehungsprozess, sind die Versuche und Möglichkeiten in ihren Bildern enthalten. So verweisen Lotte Kochs Arbeiten gleichzeitig auf ihr vergangenes Schaffen und ihre künftigen Projekte.